Pflegeheim-Bewohner müssen immer stärker in die eigene Tasche greifen. Laut dem Verband der Ersatzkassen ist die Eigenbeteiligung binnen zwölf Monaten um rund fünf Prozent gestiegen. Mit der geplanten Pflegereform könnten die Kosten sogar weiter zulegen.
Alljährlich das gleiche Bild: stark steigende Pflegekosten. Das hat Folgen für die Pflegeversicherung, die immer größere Defizite aufweist. Und es hat Folgen für die einzelnen Heimbewohner. Denn die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten – je höher der Pflegegrad, desto höher die monatlichen Leistungen.
Laut Statistischem Bundesamt verdienten Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeberufen, die lange unterdurchschnittlich bezahlt wurden, im Jahr 2024 brutto rund 4.050 Euro – etwa 43 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Diese Entwicklung ist richtig und überfällig, sie schlägt aber unmittelbar auf die Heimkosten durch.
Vor allem aber sind Unterkunft und Verpflegung im Rahmen der allgemeinen Inflation teurer geworden. Dazu kommen die Investitionskosten, die die Heimbetreiber verlangen und über deren Höhe es immer wieder Streit gibt. Die Verbraucherzentralen mahnen transparente Berechnungen an: Investitionskosten dürften nur dann erhöht werden, wenn die konkrete Investition notwendig ist, um die Einrichtung weiter betreiben zu können.